

Die Stadtverwaltung Celle hatte im April 2010 zu einer sogenannten Interessenten-Konferenz eingeladen, an der Mittelalterarchäologen aus ganz Deutschland teilnahmen. Ziel war es, wissenschaftliche Institutionen für ein archäologisches Forschungsprojekt in Altencelle zu gewinnen, die anschließend selbständig einen Förderantrag stellen. Die Stadtverwaltung hat hierbei gewissermaßen als Katalysator und Moderator wirken wollen und logistische Unterstützung in Aussicht gestellt.
Nach den Beratungen bildete sich ein Wissenschaftler-Team aus Universität Göttingen (Prof. Dr. Karl-Heinz Willroth, Dr. Cornelia Lohwasser) und Niedersächsischem Landesamt für Denkmalpflege (Bezirksarchäologe Jan-Joost Assendorp), das zusammen am 25. Oktober 2010 beim zuständigen Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) einen umfangreichen Antrag auf Förderung aus dem Förderprogramm Pro*Niedersachsen stellte. Titel des Forschungsvorhabens „Stadtwüstung Altencelle: Die mittelalterliche Vorgängerstadt Celles mit Burg und Kirche.“
Leider hat das MWK – wie jetzt offiziell mitgeteilt wurde – für den Förderungsantrag mit Datum vom 31. Mai 2011 einen negativen Bescheid ausgestellt. „Ich kann mich nur aufrichtig bei den Wissenschaftlern für die Antragstellung und überhaupt für das Interesse an Tsellis bedanken“, so Stadtbaurat Dr. Hardinghaus, „bei einer Bewilligungsquote von nur 30 Prozent ist es eben nicht leicht, vorne mit dabei zu sein.“
„Der Stadt Celle liegt das Forschungsvorhaben Tsellis sehr am Herzen“, so Dr. Hardinghaus weiter. „Wir sollten nicht locker lassen und würden uns über eine erneute Antragstellung sehr freuen.“ Inwieweit Anpassungen am Forschungsgegenstand vorgenommen werden müssen, liegt dabei in der Hand der Wissenschaft. Selbiges hat unterdessen auch Herr Prof. Willroth bestätigt: „Wir prüfen zurzeit, aber bemühen uns natürlich sehr, zum November diesen Jahres einen erneuten Antrag ein zu reichen.“
Quelle: Pressestelle Celle | Artikel vom 14.06.2011